Akkordeon plus in Niederdorfelden
Akkordeon plus - Ein Kooperationskonzert der Akkordeana mit der Musikschule Frankfurt und des
Dr. Hoch's Konservatoriums Frankfurt

Bei einem vielbeachteten Frühjahrskonzert der Frankfurter Akkordeana 1949 e.V. am 17.3.2013 begegneten sich Akkordeon und Cembalo, Gitarre, Klavier, Saxophon und Schlagzeug in idealer Weise. Die Akkordeana veranstaltete dieses Konzert als Kooperationskonzert mit der Musikschule Frankfurt und Dr. Hoch's Konservatorium unter Mitwirkung von ehemaligen und aktuellen Schülern und Studenten dieser Institutionen.

Unter der bewährten Leitung von Galina und Franz Weimer bewiesen Orchester und Ensemble der Akkordeana ihr Können zwischen Bach und Jazz. In der ersten Konzerthälfte erklangen Ausschnitte aus zwei großen Werken der sinfonischen Literatur: Bachs Cembalokonzert BWV 1052 mit dem Solisten Alexander von Heißen und das Concierto de Aranjuez von Joaquin Rodrigo mit Andrej Parfinovich als Gitarrensolist. Beide Werke zeigten die perfekte Harmonie der Soloinstrumente mit den Farben des Akkordeons. Die Solisten überzeugten auch allein mit ihrem Können: Andrej Parfinovich führte mit Ilona Weimer eine hintergründige Fantasie für Gitarre und Klavier von Castelnuovo-Tedesco auf, Alexander von Heißen ließ mit einem Marsch des barocken Komponisten Royer über dem Publikum ein wahres Klanggewitter niedergehen, das die meisten Zuhörer einem Solo-Cembalo so wohl nicht zugetraut hätten.

In der Suite Nordland unternahm die Akkordeana einen bildhaften Ausflug in die altskandinavische Welt der Götter und Trolle. Dass auch das Saxophon gut mit einem Akkordeonorchester zur Geltung kommt, zeigten Christoph Czmok und die Akkordeana in zahlreichen lateinamerikanisch gefärbten und jazzigen Stücken, der Höhepunkt war sicherlich „Spain“ von Chick Corea in der Bearbeitung von Ralf Schwarzien. Unterstützt wurde die Akkordeana von der vierköpfigen Schlagzeuggruppe „Tricky Fingers“, die auch mit einem Solostück das Publikum begeisterte. Das umfangreiche, abwechslungsreiche Programm wurde bestens mit einem roten Faden versehen, indem Robert Nandkisore in seiner Moderation viele interessante Hintergrundinformationen lieferte und gleichzeitig die Zuhörer zum Schmunzeln brachte.

Alle waren sich einig, dass die Kontakte zwischen Akkordeon und anderen Soloinstrumenten einen frischen Wind in die manchmal doch recht abgeschlossenen musikalischen Kreise der verschiedenen Instrumente bringen konnten. Große Freude also über das gelungene Konzert bei Publikum und Interpreten.

                                                                                                                                    K.Kirchhof

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